Linsentypen

Weiche Kontakt­linsen zeichnen sich durch eine hervor­ragende Spontanverträglichkeit aus und werden nach Ihrer Nutzungs­dauer eingeteilt: Es gibt Tages-, Monats- oder individuelle Kontakt­linsen.

Monatskontaktlinsen

Tages-Kontaktlinsen

Tages-Kontakt­linsen sind die Kontakt­linsen erster Wahl, wenn die Kontakt­linsen nur spora­disch oder flexibel getragen werden sollen. Mittler­weile können auch höhere Fehl­sichtig­keiten und sogar Astigma­tismus (Hornhautverkrümmung) mit Tages-Kontakt­linsen ausgeglichen werden. Der Pflege­aufwand ent­fällt komplett – ein­fach nach dem Tragen weg­werfen und das nächste Mal ein neues Paar verwenden!

viele Kontaktlinsen

Monats-Kontaktlinsen

Monats-Kontakt­linsen nehmen heutzu­tage den größten Stellenwert unter den Kontakt­linsen ein. Sie zeichnen sich durch hervor­ragen­den Komfort und aus­ge­zeich­nete Sauerstoffdurchlässig­keit aus. Durch den regel­mäßigen Austausch werden Kompli­kationen durch Langzeitablagerungen ver­mieden.

Kontaktlinsen

Individuelle Kontaktlinsen

Während es bei den Tages- und Monats-Kontakt­linsen nur eine be­schränkte Aus­wahl an Para­metern gibt, können wir bei den indivi­duellen Kontaktlinsen die Form und die Größe optimal an Ihre Augen an­passen. Auch unge­wöhnliche Augenformen können mit diesen Kontakt­linsen opti­mal versorgt wer­den. Die optimale Pass­form gewähr­leistet ausgezeichneten Komfort und stabiles Sehen. Je nach Material können sie zwischen drei und zwölf Monaten getragen werden.

Form­stabile Kontakt­linsen

Formstabile Kontakt­linsen zeichnen sich durch eine hervor­ragende Langzeitverträglich­keit aus und sind die Kontakt­linsen erster Wahl, wenn Sie auf die Brille mög­lichst selten zurück­greifen möchten. Sie werden optimal auf ihre Augen­form abge­stimmt, sodass nach einer Einge­wöhnungs­phase von ein bis zwei Wochen auch diese Kontakt­linsen sehr komfor­tabel ge­tragen werden können. Die maxi­male Trage­dauer ist ab­hängig von der Pflege, dem Kontakt­linsen-Material und den Tränen­film­bedin­gungen und be­trägt ein bis zwei Jahre.

Gleitsicht Kontaktlinsen

Multifokale Kontakt­linsen kommen dann zum Ein­satz, wenn eine so­genannte Alters­sichtig­keit vor­liegt und trotz­dem auf Brille (bis­weilen) ver­zichtet werden soll. Mit diesen Kontakt­linsen ist es weiter­hin mög­lich sowohl in Ferne als auch Nähe deut­lich zu sehen. Im Bereich der multi­fokalen Kontakt­linsen gibt es eine große Aus­wahl an ver­schiedenen Systemen. Ihr Kontakt­linsen-Spezialist er­läutert ihnen de­tailliert Vor- und Nachteile der ver­schiedenen Systeme und sucht ge­meinsam mit Ihnen das passende System aus und passt dieses bei Ihnen an.

Nachtlinsen

Nachtlinsen, auch Ortho-K -Linsen genannt. Diese Linsen werden über Nacht getragen und modulieren während dieser Schlafenszeit die Augenvorderfläche ( Cornea/ Augenhornhaut) derart, dass sie am Morgen und den Tag über scharf sehen – ohne Brille und ohne Kontaktlinsen. Das Ergebnis ist nach wenigen Tagen gut, nach einem Monat stabil. Über Tag keine Korrektur mit Brille oder Linse nötig ist.

Myopielinsen

Sogenannte Myopielinsen reduzieren das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern. In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass die Myopie-Progression mit drei Faktoren zusammenhängt:

  • Vererbung: Sind Eltern oder nahe Verwandte myop, steigt die Wahrscheinlichkeiteiner Myopie-Progression bei Kindern. Dies gilt besonders,wenn beide Eltern myop sind oder bei einem Elternteileine hohe Myopie vorliegt.
  • Ethnische Herkunft: Besonders in Asien ist das Risiko der Myopie-Progression stark ausgeprägt: Bei Kindern asiatischer Abstammung isteine Myopie-Progression wahrscheinlicher als bei Kindern anderer ethnischer Herkunft.
  • Tägliche Lebensführung: Wenn Kinder täglich lange Zeit im Nahbereich sehen – wiez.B. an Tablet, Smartphone oder Notebook –, begünstigt daseine Myopie-Progression. Das Gleiche gilt für einen Mangelan Tageslicht oder zu wenig Aufenthalt im Freien.